Tobias Herbert Schleicher, MA

Mein Name ist Tobias Schleicher. Ich bin seit gut 15 Jahren in den Praxisfeldern der Sozialen Arbeit unterwegs. Als staatlich anerkannter Sozialarbeiter mit einem Master in Klinischer Sozialarbeit verfüge ich über vielfältige Erfahrungen, die mich sowohl beruflich als auch persönlich geprägt haben. Meine Motivation etwas zu erreichen und etwas zu verändern ist riesig.

Fachlicher Hintergrund

Bachelorstudium Soziale Arbeit
Duale Hochschule Baden-Württemberg
Heidenheim

Masterstudium Klinische-
und Sozialraumorientierte Sozialarbeit
Hochschule Campus Wien

Tätigkeitsfelder der letzten Jahre

Als Sozialarbeiter bzw. Fachsozialarbeiter für Klinische Sozialarbeiter arbeite ich seit über fünfzehn Jahren vor allem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit psycho-sozialem Betreuungsbedarf. Punktuell arbeitete ich jedoch auch mit Erwachsenen im Bereich der Behindertenhilfe.

Im Rahmen von Lehrtätigkeiten im Kontext der Sozialen Arbeit arbeitete ich im Lauf der vergangenen Jahre wiederholt an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Heidenheim) sowie an der Hochschule Campus Wien. Seit 2022 unterrichte ich als externer Lehrender an der SRH Dresden School of Management und an der Hamburger Fern-Hochschule.

Im Rahmen meines dualen Studiums war ich im Bereich der beruflichen Rehabilitation (Förderwerk Sankt Elisabeth – Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme) tätig. Nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums zog ich nach Wien, wo ich zunächst im Kontext der sozialen Einzelfallhilfe im Bereich der psycho-sozialen Betreuung (Neue Wege gGmbH) arbeitete. Nach dem Abschluss meines Masterstudiums fungierte ich auch über mehrere Jahre hinweg als Leiter eines Wohnprojekts (Teilbetreutes Wohnen – Cardo gGmbH). Außerdem arbeitete ich knapp anderthalb Jahre im Kontext der Heimerziehung (Soziale Einzelfallhilfe – sozialtherapeutischer Platz) im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bei der Volkshilfe Wien. Seit 2019 lebe ich in Brasilien. Hier arbeite als Bewährungshelfer mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Seit August 2023 habe ich die fachliche Leitung des Bewährungshilfeprojekts übernommen.

Nebenberuflich habe ich mich in der Vergangenheit temporär im Bereich der Forschung am renommierten Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte engagiert. Im Jahr 2021 habe ich ehrenamtlich beim OBDS (Österreichischer Berufsverband Soziale Arbeit) an der Erarbeitung der Ethischen Standards der Sozialen Arbeit in Österreich mitgewirkt, indem ich für die Überarbeitung der Standards im Rahmen des Sozialarbeitinpraxis-Projekts einen ausführlichen Kommentar verfasst habe. Das Dokument wurde im Jahr 2024 nochmals überarbeitet. Einige meiner Vorschläge wurden vom OBDS direkt übernommen. Seit Oktober 2025 bin ich als aktives Mitglied des European Center of Clinical Social Work registriert. Ich möchte mich in diesem Kontext berufspolitisch engagieren, um an der Weiterentwicklung der Klinischen Sozialarbeit mitzuwirken.

Stichworte für die ich mich besonders interessiere

Soziale Arbeit im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe – Bereichsspezifische Herausforderungen und Problemlagen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien; Kriminologie und Soziale Arbeit – Soziale Arbeit mit straffälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen; Handlungsfelder der Klinischen Sozialarbeit – Fälle im Kontext komplexer biopsychosozialer Belastungssituationen & Hard-to-reach Klient*innen; Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen: Schwerpunkt Lernbehinderung bei Jugendlichen; Herausforderungen für Fachkräfte im Kontext der Praxis Sozialer Arbeit (Kompetenzen, Motivation und Fähigkeiten)..

Wofür ich als Sozialarbeiter stehe

Als Sozialarbeiter trete ich aus voller Überzeugung für Menschenrechte ein. Ein methodisch und wissenschaftlich fundiertes Arbeiten (evidence-based practice) ist aus meiner Sicht von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung unserer Profession. Die große Herausforderung Sozialer Arbeit sehe ich darin, dass wir als Fachkräfte der Sozialen Arbeit durch unsere Alltagsorientiertheit ständig mit gänzlich unterschiedlichen Problemstellungen konfrontiert sind. Hierbei müssen wir methodisch fundierte Gespräche führen und dürfen dabei die wissenschaftlichen Theorien und Wissensbestände nicht aus dem Blick verlieren.

Aus meiner Sicht müssen Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu jedem Zeitpunkt des Hilfeprozesses dazu in der Lage sein, ihr Handeln zu reflektieren und zu rechtfertigen. Transparenz ist eine absolute Notwendigkeit für professionelles Arbeiten, denn sie stellt die Basis für eine professionelle Dokumentation und für eine gelingende Zusammenarbeit mit Adressat*innen dar. Ich bin davon überzeugt, dass Hilfeleistungen, die nicht wissenschaftlich fundiert durchgeführt werden, wertvolle Zeit kosten, die die Adressat*innen oft aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lebensumstände nicht haben. Wertschätzung, Respekt, Kongruenz, Authenzität sowie Partizipation sind die Grundlage dafür, dass wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten können.

Fort- und Weiterbildung


Als Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist es von essenzieller Bedeutung, dass wir unseren Lernprozess auch über das Studium hinaus fortsetzen. Aus diesem Grund habe ich in den letzen Jahren regelmäßig an Kongressen, Vorträgen und Weiterbildungen teilgenommen.

Einrichtungsinterne Weiterbildungen: Deeskalationsseminar, Krisentinterventionstechniken, Arbeitsrecht Österreich, Psychopharmaka im Kontext Sozialer Arbeit, professinelles Feedback für MitarbeiterInnen, Grundlagen Trauma, Lernbehinderung.

Konferenzen und besondere Weiterbildungen: Summer school academy, Berlin: „Diversity in big cities“; Summer school academy, Tallinn: „Social Work and Social Policy Issues at the International Level: Challenges, Contradictions and Solutions“; Forensik Konferenz (2017, 2018). Konferenz DeGEval – Nutzbarkeit von Datenschätzen in der Praxis Sozialer Arbeit (2019); Análise de polititicas públicas – abordagens e métodos (8 credits – Masterstudiengang Soziale Arbeit-UNESP Universidade Estadual Paulista); Internationales Seminar – Kriminologie (USP/Ribeirão Preto 2019). Seminário Internacional sobre Delinquencia Juvenil. (Universidade São Paulo – 2019) Fachtagung der „Klinischen Sozialarbeit“ der DGSA (2021). 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (2021). Hochschullehre im Online-Setting (FHK Österreichische Fachhochschulkonferenz – 2021). Online Ringvorlesung – Theoretische Diskurse Sozialer Arbeit – Ontologische Systemtheorie (Hochschule RheinMain – 2024). Curso de Extensão Universitária na modalidade de Difusão: Vitimização de crianças e adolescentes: a escuta especializada no contexto da identificação e do manejo de casos na rede de proteção (USP Faculdade de Filosofia, Ciências e Letras de Ribeirão Preto – 2024 – 18h). Conferência Municipal de Assistência Social de Ribeirão Preto. “Contribuições da ciência para o atendimento ao adolescente em conflito com a lei” (IEA-RP/USP, Programa de Pós-Graduação em Psicologia da FFCLRP-USP, Centro de Pesquisas em Psicodiagnóstico da FFCLRP-USP – 2025- 17h). Online Kurse: Caring for Children Moving Alone: Protecting Unaccompanied and Separated Children (University of Strathclyde). Traumapädagogik (Uniklinik Ulm). Traumatherapie (Uniklinik Ulm). Women in Detention – Putting UN Bangkok Rules into Practice (Penal Reform International), Curso de Formação em Direitos Humanos: Direitos das crianças e Adolescentes (60h – Secretaria de Estado de Desenvolvimento Social (Sedese) – Estado de Minas Gerais).

Fragestellungen mit denen ich mich befasse


Im Kontext meiner akademischen Laufbahn habe ich mich unter anderem vertiefend mit den Themen Arbeitsmotivation, Menschenrechte und Lernbehinderung auseinandergesetzt. Wenn ihr mehr hierzu erfahren möchtet, dann klickt hier.


Mein LEBENSLAUF – CV